Natur & Kultur vor Traumkulisse pur!
451m über der tief zerklüfteten Bodeschlucht, die gerne auch als „Deutschlands Grand Canyon“ bezeichnet wird - liegt der sagenhafte Hexentanzplatz, neben dem Brocken wohl die berühmteste Kultstätte des Harzes.
Der mystische Platz liegt auf einem sich fast senkrecht aus dem schroffen Bodetal emporhebenden Felsmassiv und war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein altsächsischer germanischer Kultort, an dem vor allem in der Nacht zum 1.Mai, der jetzigen Walpurgisnacht, heidnische Rituale abgehalten wurden. Der Sage nach sammeln sich in jener Nacht sämtliche Hexen auf dem bizarren Felsplateau, um von hier aus zum nahe gelegenen Blocksberg (Brocken) zu fliegen und sich auf Hexenaltar und Teufelskanzel mit dem Höllenfürsten zu vermählen.
Wie faszinierend die ausgefeilte Mischung aus Brauchtum, Magie und Erotik auch heutzutage - nicht nur für die jüngere Generation - ist, sollte man unbedingt einmal hautnah erfahren haben. Wer sich am 30. April zur Nacht der Nächte mit Bus oder Kabinenseilbahn (www.seilbahnen-thale.de) auf den Hexentanzplatz hinaufwagt, wird dafür mit der größten und spektakulärsten Walpurgisfeier (www.harzer-walpurgisnacht.de) im gesamten Harz belohnt. Und weil bei dieser Feierlichkeit der Teufel die Finger mit im Spiel hat, sind die Eintrittspreise seit Jahren höllisch cool!
Doch nur in der Nacht zum ersten Mai herrscht reges Treiben auf dem Hexentanzplatz. Von Mai bis September erwartet Sie das Harzer Bergtheater Thale, (www.harzer-bergtheater.de) eines der ältesten und schönsten Naturtheater Deutschlands. 1903 verwirklichte sich Dr. Ernst Wachler mit dieser Bühne seinen Lebenstraum, indem er mit dem Harzer Bergtheater sein Ideal einer Freilichtbühne mit der einzigartigen Panoramalandschaft des Ostharzes verwob. Auch heute – über 100 Jahre später – ist die harmonische Verschmelzung aus atemberaubender Naturkulisse und der, dem Baustil eines griechischen Amphitheaters nachempfundenen, Spielstätte für Deutschland einmalig. Ebenso einmalig ist das Repertoire der „Grünen Bühne“ am Hexentanzplatz: Von Mai bis September lädt das Harzer Bergtheater Thale zum größten Festspielangebot unter freiem Himmel. Das vielfältige Angebot reicht von Oper, Operette und Musical über Schauspiel, Musik- und Kindertheater bis hin zu zahlreichen Sonderkonzerten. Auf 1300 Plätzen bietet sich nicht nur ein ausgezeichneter Blick auf die Bühnenschauplätze, sondern auch weit hinein ins Harzvorland. Neben den Freilichtaufführungen bespielt das Ensemble der Traditionsbühne inzwischen eine weitere, unvergleichliche Theaterbühne: Den Goethesaal der Rübeländer Baumannshöhle. Tief im Innern einer der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands stellen die Inszenierungen des Harzer Bergtheaters ein ganz besonderes Erlebnis dar, das sich von einem anfänglichen Geheimtip längst zu einem bundesweiten Ereignis mit Kultcharakter entwickelt hat. Wer mehr über die Rübeländer Höhlenfestspiele erfahren möchte, der sollte vielleicht einmal einen Blick auf die Seite der Harzer Höhlenfestspiele (www.harzer-hoehlenfestspiele.de) werfen…
Mystisch bleibt es hingegen in der Erlebniswelt Hexentanzplatz. Unweit des Harzer Bergtheaters befindet sich die Walpurgishalle. Sie wurde 1901 im altgermanischen Baustil nach den Ideen des Malers Hermann Hendrich errichtet und bietet inhaltlich alles rund um den Hexenkult. Den Giebel der Walpurgishalle krönen das Haupt des einäugigen Göttervaters Wotan, seine Begleiter, die Raben Hugin und Munin, sowie die Wölfe Freki und Geri. Laut der Sage vom Hexensabbat heiratete Wotan, der mächtigste Gott des heidnischen Glaubens, die Fruchtbarkeitsgöttin Freya in der Nacht zum 1. Mai auf dem Brocken. Da der Hochharz mit seinen dichten Wäldern und seltsam anmutenden Felsformationen den Menschen lange Zeit große Angst einflößte, errichtete man unter anderem auf dem Hexentanzplatz eine Kultstätte für den heidnischen Glauben. Die Spuren dieses Glaubens sind rund um die Walpurgishalle zu sehen, einen behauenen Granitblock, der vermutlich als Opferstein diente, birgt die Halle selbst in ihrem Vorraum. Daneben fesseln die fünf großen Wandgemälde Hendrichs mit Motiven zu Goethes Walpurgisdichtung den Blick der Besucher. Lassen Sie sich vom Zauber der Mythen gefangen nehmen und erleben Sie Kultur und Natur vor einer Traumkulisse pur!
Dazu gehört auf jeden Fall auch ein Besuch im Tierpark Hexentanzplatz (www.tierpark-thale.de) am Rande des Naturschutzgebietes „Bodetal“, einem der ältesten in Deutschland. Hier streifen unter einem über 200jährigen Buchen- und Eichenwaldbestand Bären, Wölfe und Luchse durch die Harzwälder, kann man Hirsche, Waschbären, Otter und Greifvögel entdecken. Insgesamt warten über 60 Tierarten, die im Harz heimisch sind beziehungsweise waren, darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. In einem 5000m2 großen Bärenwald haben die Publikumslieblinge Mascha und Jonas die Möglichkeit, nach Bärenart zu toben, klettern, graben und zu schwimmen. Das Wolfsrevier erstreckt sich über 3000m2 und bietet die einmalige Möglichkeit, die Tiere ohne störende Zäune in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Ein Besuch in diesem ganzjährig geöffneten Landschaftspark rundet die Erlebnistour auf den Hexentanzplatz Thale in idealer Weise ab.
Zuletzt aktualisiert 25.06.2007